Handseife mit (heiligem) Quellwasser aus Nüchternbrunn und (profanem) ätherischem Weihrauchöl. Man kann an den Kram glauben oder nicht, die Chance auf diese Seife wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Also hab ich mir beim Wandern eine leere Flasche mitgenommen und mir aufm Berg was von dem guten Zeug abgefüllt. Das Wasser hier ist sehr kalkhaltig. Ich bin also gespannt, ob bzw. wie viel Flecken sich in der Seife bilden. Die Kreuze hab ich aus zurechtgeschnittenen Zahnstochern gebastelt und mit Heißkleber in der Silikonform fixiert.

Der Seifenleim ist schön lange flüssig geblieben, war bei der Verarbeitung aber auch schon recht kalt (ca. 30 °C). Die Kreuze gingen recht schwer aus der Seife zu entfernen und im Nachhinein hab ich mich geärgert, dass ich keinen Stempel daraus gebastelt habe. Sie großflächiger anzukleben hätte vielleicht auch geholfen, da viel Seifenleim unter die Kreuze geflossen ist und ich sie in den fertigen Seifenstücken erst mal freilegen musste. Falls mir also mal wieder nach einer klerikalen Seife zumute sein sollte 😜 (irgendwas muss ich mit dem restlichen ätherischen Weihrauchöl ja machen…), ist hier definitiv Optimierungspotential.

Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem zufrieden. Ein schnelles Seiflein mit soliden Ölen, was schon lange auf meiner Ideen-Liste stand. Außerdem wurde dieser letzte Minirest Milchsäure jetzt auch endlich mal aufgebraucht.
| Rezept Ach du heilige Seife! |
| 30 % Sonnenblumenöl ho |
| 25 % Kokosöl |
| 22 % Erdnussöl |
| 15 % Kakaobutter |
| 8 % Rizinusöl |
| 33 % H2O |
| 5 % äther. Weihrauchöl |
| 0,5 % Milchsäure |

